Schulmedizin

Unter Schulmedizin verstehe ich die heute an den Universitäten gelehrte und in den meisten Praxen ausgeübte Medizin. Wie jedes Medizin System hat auch die Schulmedizin ihre Grundlage, die daraus folgende Diagnostik und die sich daraus ergebende Therapie. Leider wird uns die Schulmedizin von den ersten Tagen unseres Lebens an regelrecht „eingeimpft“, so dass viele ihrer Behauptungen uns als normal und richtig erscheinen. Dass dies aber nicht so ist, versuche ich Ihnen im Folgenden darzustellen:

Theorie:

Die Theorie der Schulmedizin ist mehrere 100 Jahre alt, als die damaligen Ärzte nämlich begannen, sich über das Sektionsverbot von Leichen der katholischen Kirche hinwegzusetzen. Es wurden gesunde, zum Beispiel auf dem Schlachtfeld gefallene Menschen seziert und man begann, eine Anatomie zu entwickeln. Es wurden aber auch verstorbene Kranke seziert und die pathologischen Befunde mit gesunden Organen verglichen.

Einer der wesentlichen Begründer der Schulmedizin war dann Ende des 19. Jahrhunderts Rudolf Virchow, der Krankheiten auf die kleinste, damals bekannte Ebene zurückführte, die Zelle. Man stellt sich einen Organismus also als eine relativ kompliziert aufgebaute Maschine vor, die aus Einzelteilen (Organen, Zellen) zusammengesetzt ist. Diese Einzelteile haben gewisse "Normwerte“, ich kann die Norm-Körpertemperatur messen, per Röntgen die knöcherne Struktur des Hüftgelenkes abbilden, ich kann im Blut den normalen Gehalt an Leberenzymen bestimmen und ich kann im Urin des Kranken eventuell eine erhöhte Zahl von Bakterien feststellen.

Es werden also die Normwerte des Gesunden gegenübergestellt zu den Befunden am Kranken und zwar immer die Einzelbefunde, nicht der Patient mit seinen individuellen Symptomen ist krank, sondern zum Beispiel seine Leber, was sich mit Übelkeit, gelbem Stuhl und erhöhten Leberenzymen äußert.

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Diagnostik:

Eine schulmedizinische Diagnose zu stellen bedeutet also, die subjektiven Symptome des Patienten in messbare, objektivierbare Daten zu übersetzen und daraus eine Ursache für die Krankheit, für die Symptome abzuleiten. Dazu stehen dem Schulmediziner eine Menge apparativer Verfahren zur Verfügung. Er entnimmt einen Abstrich vom Auswurf eines hustenden Patienten und weist dort eine erhöhte Menge an Bakterien nach, die er dann als Krankheitserreger postuliert. Er vergleicht im Blut die Leberenzyme von Kranken und Gesunden und diagnostiziert bei erhöhten Enzymen eine Hepatitis. Es besteht eine gewisse "Normwirbelsäule", bei deren Abweichung im Röntgenbild wir dann von einer Krankheit wie zum Beispiel Spondylarthrose sprechen.

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Therapie:

Die schulmedizinische Therapie ist so alt wie die Menschheit und beruht darauf, etwas "gegen" die Krankheit zu machen. Schon der Höhlenmensch hielt seine Brandwunde in kaltes Wasser, eine menschliche Warzen oder das equine Sarkoid sind Zubildungen der oberflächlichen Hautschicht und werden herausgeschnitten, die vermehrten Bakterien im Auswurf des hustenden Patienten sind Krankheitserreger und werden antibiotischen eliminiert, das in seiner Form abweichen Hüftgelenk ist Ursache für den Schmerz und wird anfangs mit Schmerzmitteln behandelt, später durch ein künstliches Gelenk ersetzt.

Schulmedizinische Therapie richtet sich gegen Symptome bzw. deren Ursachen, es ist die Allopathie und schulmedizinische Pharmazeutika sind eigentlich immer "Antis“, also Anti Schmerzmittel, Antibiotika, Fiebersenker, Antidepressiva, auch künstliche Schilddrüsenhormone wirken gegen einen Mangel derselben im Körper des Patienten.

Nun ist dieses Gedankengebäude sicherlich nicht komplett falsch, aber es ist total veraltet und stellt auch nur einen kleinen Teil der Realität dar, so wie sie jeder von uns tagtäglich erlebt.

Anschließend einige Kritikpunkte zum Nachdenken, ob das, was die Schulmedizin uns von Geburt an " einimpft", denn so kritiklos zu übernehmen ist.

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Zur Theorie:

Das Zerlegen eines Organismus seine Einzelteile wird weder der Tatsache gerecht, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Einzelteile, noch der unglaublichen Komplexität mit teilweise gegensätzlicher Wirkung der Einzelteile.

So bewirkt ein bestimmter Transmitter im Körper die Verengung der Arterien von Lunge und Niere, die Erweiterung der Arterien der Skelettmuskulatur und hat gleichzeitig Einfluss auf unsere Stimmung und auf unseren Schlaf Wach Rhythmus.

Das gleiche Hormon hat also - je nachdem wo im Körper - unterschiedlichste Wirkungen. Auch ist es bei der Zerlegung des Körpers in Einzelteile kaum möglich, die Auswirkung von Psyche und Emotionen zu erklären, für die es glücklicherweise bisher kaum „Normwerte“ gibt.

Weil Schulmedizin keine "Gesamt-Gesundheit“ definieren kann, ist sie natürlich hoffnungslos damit überfordert, einzelne Erkrankungen in einen Gesamtzusammenhang zu stellen. Wird eine Warze auf der Haut operativ entfernt und hat der Patient später Asthma, so kann das kein Schulmediziner erklären, aber jeder Laie wird erkennen, dass der Patient insgesamt kränker ist. Wenn ein Patient nach einer erfolgreichen Hüftgelenks OP depressiv und dann suicidal wird, bleibt dies unerklärlich für den Schulmediziner.

Dabei konnte schon der große griechische Homöopath Georgos Vithoulkas beobachten, dass die Insassen geschlossener Anstalten ( umgangssprachlich: Irrenanstalten ) kaum irgendwelche Bagatellerkrankungen wie Magendarminfekte, Bronchitiden oder Harnblasensentzündungen aufwiesen, denn "äußerlich" erscheinen sie körperlich gesund, innerlich sind sie aber psychisch schwerkrank.

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Zur Diagnostik:

Diese bezieht sich natürlich auch nur auf das einzelne Organ und wird hier immer spezifischer, schießt dabei oft über das Ziel hinaus.

Bei den bildgebenden Verfahren warnen in immer mehr Spezialisten davor, Millimeter kleine Abweichungen von der Norm als Krankheitsursache überzubewerten. Oft können nämlich die Patienten selbst größere Abweichungen problemlos tolerieren, was sich bei den so genannten Zufallsbefunden zeigt.

Da wird bei Röntgenaufnahmen des Bauchraums die Wirbelsäule mit abgebildet und der zuständige Radiologe erschreckt sich, wie denn ein Mensch mit solchen Knochenveränderungen überhaupt laufen kann - nur hat der Patienten überhaupt keine Rückenprobleme.

Gleiches gilt auch für die Diagnostik über das Blut, zum Beispiel beim Thema Borreliose. Diese Bakterien werden durch Zecken übertragen und können am Anfang selbst im Blut nachgewiesen werden. Später ist es unmöglich, in 2 ml Blut eines 50 kg schweren Hundes die Keime nachzuweisen, also bedient man sich des Nachweises der Abwehrstoffe, der Antikörper. Diese werden vom Organismus nach der Infektion gegen die Keime gebildet, bloß kann kaum jemand sagen, wie lange sie in welcher Höhe im Blut erhalten bleiben.

Nicht wenige meiner tierischen Patienten mit einer angeblichen Borreliose hatten nur einen leicht erhöhten Antikörpertiter, ihr Immunsystem hatte sich also vor unbestimmter Zeit einmal mit Borrelien auseinandergesetzt, ob sie es jetzt noch hatten, war mehr als fraglich.

Überhaupt erscheint der ganze Nachweis von Keimen und deren Definition als Erreger doch in vielen Fällen fragwürdig. Einst war das Postulat der Schulmedizin selber, dass man Krankheitserreger von einem Kranken isolieren kann, sie im Labor vermehren kann und dann auf andere Individuen übertragen kann, bei denen sie dann die gleiche Krankheit hervorrufen.

Heutzutage werden immer häufiger bei Kranken Allerweltsbakterien nachgewiesen, die sich genauso bei Gesunden nachweisen lassen, können es also Erreger sein?

Mittlerweile ist auch nachgewiesen, dass sich im gesamten menschlichen Körper mehr fremde DNA (von Viren, Bakterien und Einzellern) findet als körpereigene DNA, viele Keime scheinen also eher für unsere Gesundheit wichtig zu sein als Krankheitserreger darzustellen. Gleiches gilt auch für die so genannten Allergene.

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Zur Therapie:

Therapie folgt aus der Diagnose, diese ist in der Schulmedizin auf ein einzelnes Organ gerichtet, also ist es die Therapie auch. Hinzukommt, daß jede schulmedizinische Therapie eine Unterdrückung ist, nie wird dem Patienten geholfen, sich selbst mit der Krankheit auseinanderzusetzten und dadurch hinzuzugewinnen.

In einem Mehrkatzenhaushalt …

hat von 6 Katzen 1 Schnupfen, 5 weitere nicht. Da sich im Nasensekret Bakterien nachweisen lassen, gibt es Antibiotika, die die Bakterien zwar eliminieren, aber nicht der Katze mit ihrem Immunsystem helfen. Dadurch infiziert sie sich bald wieder, die Katze selbst wird immer anfälliger, während die anderen Katzen nichts haben; die Keime hingegen werden immer resistenter. So schafft Schulmedizin einerseits immunologische Verlierer, andererseits hochresistente Keime. MRSA ist kein Import eines rumänischen Draculas, sondern ein in hiesigen Arztpraxen und Kliniken gezüchteter Frankenstein.

Bei der Desensibilisierung gegen Allergien …

wird dem Körper die geringe Menge eines bestimmten Allergens gespritzt, um ihn so zu desensibilisieren. Das führt nicht selten dazu, dass Heuschnupfenallergiker im ersten Jahr gegen Sauerampfer desensibilisiert werden, im nächsten Jahr brauchen sie eine Desensibilisierung gegen Birkenpollen und im nächsten Jahr… Die Allergie wird von einem Allergen zum anderen geschoben, das Immunsystem dahinter bleibt überreizt und reagiert aufs Neue allergisch.

Ob beim Juckreiz, bei der Schilddrüsenunterfunktion oder dem Bluthochdruck …

immer wird ein Medikament gegeben, dass die entsprechende Krankheit unterdrückt, so werden Schilddrüsenhormone als Ersatz gegeben, nur arbeitet dadurch die Schilddrüse selbst immer weniger, die Krankheit an sich hört nicht auf, sie wird unterdrückt. Dadurch – bildlich gesprochen – ist es wie mit einer Feder, die wir unter Druck zusammenpressen, lassen wir los – setzen wir z.B. das Cortison plötzlich ab – schnellt die Feder auseinander, der Juckreiz ist wieder da, heftiger oft als zuvor. Ein kräftiger Organismus hält die Krankheit an einer Stelle fest = eine Diagnose, der Patient ein Pferd, z.B. hat über Jahre sein Sommerekzem auf der Haut, um den Juckreiz zu unterdrücken braucht es immer höhere Cortisondosen = die Feder wird immer mehr gespannt. Ist der Patient schwächer, so wird die Krankheit auf äußerer Ebene unterdrückt und eine tieferliegende Krankheit entsteht, der Organismus wird insgesamt kränker. Aus der Neurodermitis wird Heuschnupfen, aus dem Heuschnupfen wird Asthma. Das Pferd mit Sommerekzem bekommt Chronisch Obstruktive Bronchitis, der Hund entwickelt nach der OP eines Gerstenkorns eine Herzinsuffizienz, aus einer chronischen Ohrenentzündung der Katze wird eine chronische Niereninsuffizienz, womit wir dann wieder am Anfang wären.

Jedes schulmedizinische Medikament hat Nebenwirkungen!

Laut vorsichtigen Schätzungen haben dreiviertel aller dialysepflichtigen Patienten sich ihre Nieren ruiniert, indem sie vorher regelmäßig Schmerzmittel einnahmen.

Durch die immer weitere Spezialisierung …

werden wir Menschen von immer mehr Fachärzten behandelt, von denen jeder seine Medikamente verschreibt. Oft sitzen mir in der Heilpraktikerpraxis ältere Patienten mit diffusen Beschwerden gegenüber, gegen die sie 8 verschiedene Medikamente nehmen. Von diesen 8 Medikamenten haben 5 als seltene Nebenwirkung Verstopfung, aber 5 x selten ergibt als Summe häufige Verstopfung. Kritische Ärzte gehen heute davon aus, dass gerade ältere Patienten eher unter „Multi Drug Diseases“ leiden als unter ihrer eigentlichen Krankheit.

Fazit:

Schulmedizin hat keine Vorstellung einer Gesamtgesundheit und durch eine ausschließlich unterdrückende Behandlung von Einzelsymptomen wird der Patient immer abhängiger von ihren Medikamenten und insgesamt immer kränker.

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