Hausbesuche & Katzentransport

Hausbesuche

Während ich Pferde und andere Großtiere natürlich in ihrem Stall behandele, gehören Hausbesuche in der Kleintierpraxis und in der Humanheilpraktikerpraxis zu den Ausnahmen. Eine der häufigsten Ausnahmen ist die Euthanasie des Tieres zuhause.

Oft bekomme ich am Telefon gesagt, dass die entsprechende Katze sich sehr ungern transportieren lässt und daher wird nach einem Hausbesuch nachgefragt. Meistens ist das Transportproblem der Katze aber eine Fehlprägung durch den Besitzer, daher einige Gedanken, wie sich Transportstress vermeiden lässt.

Katzentransport

Die meisten Katzen erleben es einmal im Jahr, dass ihr Transportkäfig aus dem Keller geholt wird, sie dort eingesperrt werden, sie mit dem ansonsten von ihnen nie benutzten Auto zum Tierarzt gefahren werden, um dort - nach einer halben Stunde Wartezeit, eingekesselt zwischen zwei großen Hunden – endlich ins Sprechzimmer zu kommen, um im Vorbeigehen eine Impfung zu erhalten.

Dass die entsprechende Katze dann eine Abneigung gegen Transportkäfig und Autofahren und Tierarztpraxis entwickelt, erscheint fast schon zwangsläufig.

Wie bei jedem anderen Tiertraining geht es auch beim Gewöhnen an den Tierarztbesuch darum, der Katze die äußeren Bedingungen möglichst angenehm erscheinen zu lassen.

Dazu holen Sie einmal pro Monat den Transportkorb in die Wohnung, lassen ihn offen stehen und versehen ihn mit einem speziellen Katzenkissen, d.h. angenehmer Geruch.

Katze schaut aus dem Transportkorb heraus

Wenn Ihre Katze sich an den Korb gewöhnt hat und sich auch ab und zu dort abgelegt, servieren Sie ihr dort auch Leckerlies bzw. eine Mahlzeit. Nach einiger Zeit wird die Katze den Transportkorb als sichere Höhle empfinden, dann können Sie die Tür des Käfigs auch einmal verschließen und die Katze im geschlossenen Korb durch die Wohnung tragen und in ein anderes Zimmer stellen.

Auch beim Gewöhnen an die Autofahrt gehen Sie ähnlich vor:

Stellen Sie den verschlossenen Korb ins Auto, ohne loszufahren. Wenn die Katze im stehenden Auto im Korb sich ruhig verhält, kommen die ersten kurzen Fahrten. Regt sich die Katze dabei auf, denken Sie bitte daran, dass Ihr Tier zwar Ihre gesprochenen Worte hört, deren Sinn aber nicht versteht, aber durchaus Ihre Stimm(ungs)lage analysiert, ein: „Armer Nero, ganz ruhig“ kann mit tiefer Stimme gesprochen für Nero durchaus beruhigend sein, mit hoher ängstlicher Stimme ausgedrückt, ein Alarmsignal darstellen.

Aufgrund der Terminpraxis gibt es bei mir kein Wartezimmer und Sie kommen mit Ihrem Nero sofort dran und manch ein Katzenbesitzer war schon sehr erstaunt darüber, wie gut sich seine Katze von mir Blut abnehmen ließ, obwohl sie in einer anderen Praxis schon bei harmloseren Untersuchungen sich deutlich renitent gezeigt hatte.

Bildnachweis: Quelle: Ulrich Stach

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